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KI baut keine stabilen Prozesse - solange die Regeln fehlen

Drei Bausteine vor jedem Start: Ablage, Regeln, Werkzeuge - KI baut keine stabilen Prozesse ohne Regeln

„KI ist blöd, mache ich nicht.“ Diesen Satz höre ich öfter, als mir lieb ist. Meistens von jemandem, der einen Prozess gestalten oder einen Agenten aufbauen wollte, drei, vier Anläufe genommen hat und dann aufgegeben hat.

KI verhält sich wie ein Mensch - nur ohne Führung

Eine KI hat Verhaltensmuster. Sie sucht Umwege. Sie nimmt den einfachen Weg, wenn der nicht ausgeschlossen ist. Sie zickt auch mal rum. Genau wie ein Mitarbeiter, den niemand eingearbeitet hat: fähig, aber ohne Leitplanken.

Und genau wie bei einem Mitarbeiter gilt: Ohne klare Regeln, ohne Verhaltensvorgaben, baut auch eine KI keine stabilen Prozesse und keine verlässlichen Agenten. Das ist keine Software-Frage. Das ist eine Führungsfrage.

Drei Wege, wie das Ergebnis wegschwimmt

Wenn ich nur das Ergebnis beschreibe, ohne den Weg dorthin festzulegen, entsteht bei jedem Durchlauf ein anderes Ergebnis. Die KI füllt die Lücke, die ich offengelassen habe - jedes Mal anders.

Wenn ich stattdessen den Weg beschreibe, aber selbst nicht klar weiss, was ich wirklich will, ändert sich das Ergebnis genauso. Ein unklarer Weg mit unklarem Ziel ist die schlechteste Kombination von beidem.

Und wenn nicht klar ist, für wen das Ergebnis überhaupt ist - in welchem Kontext aus Mensch, Prozess und Umfeld es wirken soll - wechselt das Ergebnis permanent. Es gibt keinen festen Massstab, an dem sich die KI orientieren kann.

Was dabei fast immer übersehen wird

Selten wird betrachtet, welche weiteren Werkzeuge helfen. Wie der Aufbau sein muss, damit ein Ergebnis und ein Weg immer genau gleich ablaufen. Was zu tun ist, damit das Ergebnis unabhängig davon steht, ob jemand am PC, am Handy oder sonst wo sitzt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Diese Struktur ist ein Muss, bevor ich überhaupt starte. Eine zentrale Ablage. Ein Regelwerk, das über Skills konsequent geladen wird. Der gezielte Einsatz weiterer Werkzeuge, zum Beispiel n8n für alles, was wiederkehrend und automatisiert laufen soll. Ohne dieses Fundament wird jeder Agent, jeder Prozess, zur Einzelanfertigung, die beim nächsten Mal wieder neu erfunden wird.

Die Fragen gehören zuerst an die KI - nicht die Inhalte

Der Kniff, der bei mir den Unterschied gemacht hat: Diese Fragen - nach Struktur, Ablage, Regelwerk, Werkzeugen - stelle ich zuerst der KI selbst. Nicht als Inhalt, sondern als Bauauftrag für die Infrastruktur. Erst danach kommen die eigentlichen Inhalte und Ergebnisse.

Wer mit dem Inhalt anfängt, baut auf Sand. Wer mit der Struktur anfängt, kann beliebig oft draufbauen - und bekommt jedes Mal dasselbe verlässliche Ergebnis.

Fragen, die ich mitgebe

  1. Können Sie den Weg zu Ihrem Ergebnis so genau beschreiben, dass zwei unterschiedliche Personen zum selben Ergebnis kommen?
  2. Wissen Sie, für wen das Ergebnis ist - und in welchem Umfeld es wirken soll?
  3. Läuft Ihr Prozess unabhängig davon, wer ihn bedient und auf welchem Gerät?
  4. Haben Sie zuerst die Infrastruktur gebaut, oder gleich mit dem Inhalt angefangen?

Wenn Sie an dieser Stelle hängen und wissen wollen, wo Sie ansetzen: schreiben Sie mir.

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Jochen Kleh

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