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Mein erster KI-Vortrag: Was die Teilnehmer wirklich sehen wollten

Piktogramm: zwei Blöcke Verstehen und Machen mit Pfeil, Bewertung 4,6 von 5 aus dem ersten KI-Vortrag

Am 13. August 2026 habe ich meinen ersten Vortrag über KI gehalten — im Reptilium in Landau in der Pfalz. Zweieinhalb Stunden, gemischtes Publikum, vom Einsteiger bis zur Geschäftsführung. Was mich am meisten überrascht hat: Ich hatte mit Zurückhaltung gerechnet — und traf auf Neugier.

Keine Abwehr, keine Sorge um den eigenen Arbeitsplatz, keine Grundsatzdiskussion darüber, ob man das überhaupt darf. Stattdessen Interesse, Fragen und der spürbare Wunsch, das Gezeigte sofort auf den eigenen Schreibtisch zu übertragen.

Woran die Teilnehmer tatsächlich gearbeitet haben

Im Kopf jedes Einzelnen lief die ganze Zeit dieselbe Verknüpfung: Was davon passt auf das, was bei mir täglich liegen bleibt? Genau diese Brücke wollten sie schlagen — und dabei habe ich sie zu wenig unterstützt.

Denn was sie sehen wollten, war konkreter, als ich vorbereitet hatte:

  • Wie schreibe ich eine gute Anweisung? Nicht die Theorie dahinter, sondern den Satz selbst.
  • Was kommt dann heraus? Ergebnis zeigen, nicht beschreiben.
  • Und was passiert, wenn ich die Anweisung schärfe? Derselbe Fall, zweimal — einmal grob, einmal präzise. Der Unterschied ist der eigentliche Lerneffekt.

Diese Tiefe hatte ich so nicht vorgesehen. Genau da lag auch die Rückmeldung, es sei zu komplex gewesen: nicht zu viel Inhalt an sich, sondern zu viel Erklärung im Verhältnis zu dem, was man selbst sehen und nachmachen kann.

Die Rückmeldung, live im Raum erhoben

Am Ende habe ich nicht nachträglich einen Fragebogen verschickt, sondern direkt im Raum abstimmen lassen — ausgewertet in Echtzeit, sichtbar für alle auf der Leinwand.

Ergebnis der Live-Bewertung des KI-Vortrags: 4,6 von 5 Sternen aus 18 Rückmeldungen, dazu die Wortwolke der Teilnehmer
Live erhoben und ausgewertet während des Vortrags am 13.08.2026

4,6 von 5 bei 18 Rückmeldungen. Vierzehn volle Wertungen, vier mit drei Sternen. Und weil neben der Note auch ein Wort gefragt war, steht dort beides nebeneinander: „Ausprobieren“, „Klarheit“, „Grandios“, „Mehr Wissen“ — und ebenso „Pause fehlt, überzogen“.

Diese vier Dreier sind mir die nützlichste Rückmeldung des Abends. Sie sagen nicht „schlecht“, sie sagen „zu dicht“. Genau daran habe ich den Vortrag umgebaut.

Der Moment, der alles gezeigt hat

Das schönste Beispiel kam nicht im Vortrag, sondern danach. Ein Teilnehmer aus der obersten Führungsebene hat sich nicht lange mit Vorüberlegungen aufgehalten — er ist direkt eingestiegen und hat sich mit Claude ein komplettes Cockpit gebaut: seine Kennzahlen, seine Übersicht, genau so aufgebaut, wie er sie für seine Führungsarbeit braucht.

Kein Pilotprojekt, kein Konzept, keine Freigaberunde. Einfach angefangen — und am Ende stand etwas, das er wirklich benutzt.

Das ist für mich der Beleg, dass der Einstieg viel kleiner ist, als die meisten annehmen. Man muss ihn nur einmal gegangen sein.

Was ich daraus gemacht habe

Ich habe den Vortrag auseinandergenommen und in zwei Teile zerlegt.

Der erste heißt Verstehen. Zweieinhalb Stunden, in denen es darum geht, dass Sie danach sicher über KI sprechen können: Was sie wirklich kann, was Marketing ist, wo die Grenzen liegen, was mit Ihren Daten passiert. Mit Beispielen zum Mitsehen statt mit Vortrag zum Zuhören — und am Ende die ersten eigenen Versuche, gemeinsam und live.

Der zweite heißt Machen. Wieder zweieinhalb Stunden, aber ohne Vortrag. Wir nehmen einen echten Fall aus Ihrem Alltag und bauen daran, bis etwas herauskommt, das bleibt. Sie arbeiten, ich begleite.

Getrennt, weil die beiden Teile unterschiedliche Menschen abholen — und weil genau der Sprung vom Zusehen zum Selbermachen der Punkt ist, an dem es kippt.

Was ich mir für den nächsten Termin vorgenommen habe

Weniger erklären, mehr zeigen. Jede Aussage mit einem sichtbaren Beispiel belegen. Und mindestens eine halbe Stunde, in der niemand mir zuhört, sondern alle selbst schreiben.

Denn der Moment, in dem jemand zum ersten Mal merkt „das habe ich gerade selbst gemacht“, ist mehr wert als alles, was ich vorne erzählen kann.

Aus der Praxis, für die Praxis. Das gilt auch für mich: Ein Vortrag, der nicht trifft, wird umgebaut. Nicht schöngeredet.

Den Vortrag gibt es jetzt in beiden Varianten — online oder bei Ihnen vor Ort. Für Privatpersonen und offene Runden halte ich den Einstieg kostenfrei. Hier finden Sie die Termine und die Anfrage.

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