Claude arbeitet in Ihren Ordnern. Sie übergeben eine Aufgabe und prüfen das Ergebnis.
Ohne Ordner tippen Sie, Claude antwortet, und alles, was mit Ihren Dateien zu tun hat, kopieren Sie hin und her. Mit Ordner geben Sie Claude einen Ordner frei. Claude liest, was darin liegt, sortiert, fasst zusammen, baut Tabellen und legt das Ergebnis wieder dort ab.
Wie ein neuer Mitarbeiter, dem Sie den Schlüssel zu genau einem Raum geben: Er kommt nur dorthin, wo Sie aufgeschlossen haben.
Früher hieß das Cowork und war ein eigener Schalter am Eingabefeld. Seit September 2026 steckt es im normalen Chat: Sie wählen unter dem Eingabefeld einen Ordner, und Claude arbeitet darin. Anthropic schaltet die neue Oberfläche schrittweise frei, zuerst in den Bezahlstufen Pro und Max, danach für Teams und die kostenlose Stufe. Sehen Sie am Eingabefeld noch einen Schalter „Cowork“, ist die Umstellung bei Ihnen noch nicht angekommen. Dann schalten Sie dort auf Cowork und wählen darunter den Ordner, alles Weitere geht genauso.
Was Sie brauchen: die Desktop-App auf dem neuesten Stand, geöffnet auf dem Rechner, auf dem der Ordner liegt, und eine Bezahlstufe ab Pro. Sieben Etappen, jede zehn bis fünfzehn Minuten. Wer die Ersten Schritte kennt, kommt hier sofort zurecht. Etappe 1 dauert zehn Minuten. Fangen Sie jetzt an.
Ohne Ordner: Sie fragen, Claude antwortet. Jeder Schritt kommt von Ihnen. Gut für Fragen, Texte, Ideen.
Mit Ordner: Sie übergeben eine Aufgabe, Claude plant die Schritte, arbeitet sie ab und legt das Ergebnis hin. Sie prüfen. Gut für alles, was mit Dateien zu tun hat und sonst eine Stunde Klickarbeit wäre.
Merksatz: Ohne Ordner für Fragen. Mit Ordner für Arbeit an Ihren Dateien.
Öffnen Sie die Desktop-App und klicken Sie oben links auf „Neu“. Unter dem Eingabefeld steht links „Projekt oder Ordner“. Klicken Sie darauf.
Schauen Sie hin: Es öffnet sich eine kleine Liste, darin „Ordner hinzufügen“. Falls Sie schon Projekte angelegt haben, stehen die darüber. Hier geben Sie Claude später Ihren Übungsordner.
Schließen Sie das Menü wieder, ohne etwas zu wählen. Nichts ist passiert, nichts ist verloren.
Schauen Sie auch nach oben. Neben dem Titel des Chats steht ein kleines Laptop-Symbol. Ein grüner Punkt daran heißt: Ihr Rechner ist verbunden, Claude kommt an Ihre Ordner. Fehlt der grüne Punkt, ist die Desktop-App auf dem Rechner mit dem Ordner nicht geöffnet oder nicht verbunden. Dann starten Sie sie neu. Das Gespräch selbst läuft übrigens bei Anthropic weiter, auch wenn der Rechner aus ist, nur an Ihre Dateien kommt Claude dann nicht.
Geschafft, wenn Sie „Projekt oder Ordner“ einmal geöffnet und wieder geschlossen haben.
Die wichtigste Regel für den Anfang: Arbeiten Sie mit Kopien, nicht mit Ihren Originalen. Das empfiehlt auch Anthropic selbst. Dann ist jeder Fehler folgenlos.
So geht’s:
Die Freigabe. Claude arbeitet nur in Ordnern, die Sie wählen. Wie oft Claude dabei nachfragt, bestimmt der Berechtigungsmodus unter dem Eingabefeld ganz rechts. „Manuell“ heißt: Claude fragt, bevor es neue Werkzeuge verwendet oder neue Websites öffnet. „Auto“ heißt: Claude arbeitet eigenständig und hält nur an, wenn etwas unsicher erscheint. Für den Anfang nehmen Sie Manuell. Für echte Ordner gilt: lieber einmal mehr fragen lassen.
Geschafft, wenn der Übungsordner mit Kopien auf dem Desktop liegt.
Neuen Chat öffnen, unter dem Eingabefeld auf „Projekt oder Ordner“ klicken, „Ordner hinzufügen“ wählen und den Ordner „Claude-Übung“ auf dem Desktop auswählen.
Tippen oder sprechen Sie:
Schauen Sie hin: Claude zeigt meist zuerst, wie es vorgehen will. Sie können den Plan freigeben oder ändern.
Lesen Sie die Übersicht und vergleichen Sie mit dem, was Sie selbst wissen. Was hat Claude gesehen, was Sie übersehen hätten? Wo liegt es daneben?
Geschafft, wenn Sie eine Übersicht bekommen und einmal nachgefasst haben.
Der wichtigste Satz, sobald Claude an Ihre Dateien darf: „Zeig mir zuerst deinen Plan, bevor du etwas veränderst.“
Schauen Sie hin: Welche Ordner schlägt Claude vor? Passt das zu Ihnen?
Ändern Sie den Plan in normalen Sätzen, zum Beispiel:
Schauen Sie danach selbst in den Ordner.
Noch eine? Der Download-Ordner ist der Klassiker. Aber auch hier: zuerst eine Kopie davon.
Geschafft, wenn Ihr Übungsordner so aussieht, wie Sie ihn haben wollen, und Sie jeden Schritt vorher gesehen haben.
Legen Sie ein paar fotografierte oder gescannte Kassenbons in den Übungsordner.
Schauen Sie hin: Öffnen Sie die Tabelle. Stimmen die Beträge mit den Bons überein? Rechnen Sie zwei Summen nach.
Noch eine?
Wichtig: Jede Zahl, die Claude aus Belegen liest, prüfen Sie nach. Beim Abschreiben aus Fotos passieren Fehler, bei Menschen wie bei Maschinen.
Geschafft, wenn eine neue Datei im Ordner liegt, deren Zahlen Sie geprüft haben.
Dafür gibt es ein eigenes Feld. So finden Sie es: Klicken Sie unten links auf Ihren Namen und dann auf „Einstellungen“. In der Liste links wählen Sie „Konto“. Unter der Überschrift „Profil“ steht das Feld „Anweisungen für Claude“. Was dort steht, beachtet Claude in jedem Gespräch. Zusätzlich kann jedes Projekt eigene Anweisungen bekommen.
Überlegen Sie, was Sie Claude jedes Mal sagen würden. Zum Beispiel:
Tragen Sie diese Sätze in das Feld „Anweisungen für Claude“ ein: unten links auf Ihren Namen, „Einstellungen“, links „Konto“, unter „Profil“.
Geben Sie einen neuen Auftrag im Übungsordner und schauen Sie, ob Claude sich daran hält.
Das ist der erste Schritt zu dem, was Profis „Skills“ nennen: hinterlegte Regeln, die Claude selbst befolgt. Wer nicht bei null anfangen will, findet dazu bald mehr auf dieser Seite.
Geschafft, wenn Ihre Regeln hinterlegt sind und Claude sie beim nächsten Auftrag beachtet.
Vorab: Firmenordner nur, wenn Ihr Betrieb das freigegeben hat. Für den Anfang reicht auch im Beruf ein Übungsordner mit Kopien, ohne Kunden- und Mitarbeiterdaten. Was rechtlich gilt: Rechts-Check.
Der Handwerksbetrieb:
Der Dienstleister:
Das Büro:
Die größere Firma:
Kopieren Sie Unterlagen einer echten, wiederkehrenden Aufgabe in einen Übungsordner, Namen durch Platzhalter ersetzt.
Beschreiben Sie das Ergebnis, das Sie sonst von Hand bauen.
Plan ansehen, freigeben, Ergebnis prüfen.
Geschafft, wenn Claude in Ihrem Ordner eine Aufgabe erledigt hat, die Sie sonst selbst gemacht hätten.
Sie lassen Claude mit Ihren Dateien arbeiten und behalten die Kontrolle. Der nächste Schritt ist Code: Dann baut Claude Ihnen kleine eigene Werkzeuge.